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Ein Bericht zur Wärmepumpenanlage "Grünwaldhof" in Waidring, mit Daten und technischen Informationen sowie Bilder der Installation.
Allgemeine Daten:
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Wohnanlage in Waidring, 10 Wohnungen, Top Ausstattung (Kachelöfen, Tiefgarage, Lift), direkt neben dem Schigebiet Steinplatte.
- Beheizte Fläche ~1000m²
- Fertigstellung und Inbetriebnahme der Anlage am 15. Dezember 2009
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Bauherrschaft Firma Kaiserbau GmbH
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Ausführende Installationsfirma: Energietechnik Erpfendorf
Informationen und technische Daten:
- Wärmebedarf 40KW, ohne Warmwasserbereitung
- Die Heizung besteht aus zwei Siko (Master Therm) Wärmepumpen, mit 30KW und 15KW Heizleistung, monovalenter Wärmepumpenbetrieb.
- Zwischen den Wärmepumpen und der Fußbodenheizung befindet sich ein Lastausgleichspeicher mit 500lt Inhalt.
- Die Warmwasserbereitung erfolgt dezentral in den Wohnungen.
- Die Wärmepumpen werden einzeln, je nach Leistungsbedarf der Heizung, über die Außen - und Puffertemperatur geregelt.
- Als Wärmequelle dienen 7 Doppel U-Tiefensonden mit je 90m Länge. Mit Doppel U- Sonden können etwas höhere spezifische Entzugsleistungen erreicht werden als mit einfachen U-Sonden (ca. 40-50W/Meter Sonde, je nach Bodenbeschaffenheit).
- Die Tiefensonden haben zueinander einen Abstand von ca. 6m, um eine gegenseitige Beeinflussung zu unterbinden
- In Österreich bedürfen Tiefenbohrungen in jedem Fall einer wasserrechtlichen Genehmigung
- Die Tiefensonden sind mit einem Wasser Frostschutzgemisch bis -15° befüllt
- Die WW – Bereitung erfolgt dezentral in den Wohnungen mittels Elektrospeicher. Eine Solaranlage mit je ~4m² Kollektorfläche pro Wohnung unterstützt die Warmwasser Bereitung.
 Bohrgerät (Bohrtiefe 90m)
Bohrtechnik: Luft Hebetechnik, Imlochhammer (DTH = Down The Hole Hammer)
Motorleistung: 270KW
Bohrleistung bis max. 250m Bohrtiefe
Kompressor: 25bar und 25m³/h
Sonde nach der Einbringung.
Das Bohrloch ist bereits mit einem speziellen, hoch-wärmeleitendem Quarzsand-/Zement-/ Betonit- Gemisch über den dünnen Schlauch verfüllt worden.
Fertig angeschlossene Doppel U Sonde.
Detail: Das Hosen T-Stück gewährleistet die gleichmäßige Durchströmung der einzelnen Sonden.
Wichtig: Die Verbindungen sollten mittels Elektroschweißmuffen erfolgen, keine Verschraubungen im Erdreich verlegen.

Die Doppel U-Sonden werden mittels PLD Schlauch mit dem Sondenverteiler verbunden.
Wichtig: Bei geringen Abständen zu Abwasserrohren oder Wasserleitungen müssen die Rohre in diesem Bereich gedämmt werden. Das verhindert Frostschäden an den Abwasserrohren oder Wasserleitungen.
Den Abstand zwischen Rücklauf und Vorlauf der Sondenleitungen auseichend wählen, damit keine gegenseitige Beeinträchtigung der Leitungen entsteht.
 Der Sondenverteiler an der Kellerwand montiert
 Später wurde der Verteiler mit einem Kellerschacht verkleidet und abgedeckt.
Wichtig: Am Sondenverteiler erfolgt je nach Leitungslänge die Abgleichung der Volumenströme zu den einzelnen Sonden.
 Die Wärmepumpen mit der Leitung zum Sondenverteiler und dem Expansions- Gefäß für den Sondenkreislauf.
Wichtig: Die Leitungen zum Sondenverteiler müssen gegen Schwitzwasser gedämmt werden, ansonsten kommt es durch den Unterschied zwischen der Raumtemperatur im Heizraum und den bis zu minus 10°C kalten Sondenrohren zu Kondensatbildung.
 Pufferspeicher als thermische Weiche zwischen Wärmepumpenkreislauf und Heizsystem.
Wichtig: Der Pufferspeicher gewährleistet die konstante Abnahme der Wärmepumpenleistung, unabhängig vom Zustand des Heizsystems.
Das verringert die Schalthäufigkeit der Wärmepumpe und verlängert die Laufzeiten. Dieser Umstand wirkt sich positiv auf die Lebensdauer Wärmepumpe aus.
Die Leitungen vom und zum Puffer sind bei der Aufnahme des Bildes noch nicht gedämmt, wird aber selbstverständlich noch erledigt.
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